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Immobilien News des Monats Juli 2011


Energiewende: Förderung der energetischen Sanierung bei Bauen und Wohnen bekommt neue Impulse!


Der aktuelle Beschluss des Bundesrates für das Gesetz zur Energiewende hat ein Zeichen gesetzt. Vor dem Hintergrund des Atomausstiegs bekommt damit die staatliche Förderung von Energieeinsparungen eine ganz neue Bedeutung. Schließlich steckt das größte Energiepotenzial darin, Energie gar nicht erst zu verbrauchen.


Auch bisher wurde der Sektor Bauen und Wohnen von der Bundesregierung beileibe nicht stiefmütterlich behandelt. „Doch die Vielfalt der Förderungen wirkte oft halbherzig, was immer wieder für Kritik sorgte", erläutert Thorsten Hausmann von der Hausmann Hausverwaltung aus Hamburg und Norderstedt. Schließlich geht es um viel Geld: Allein für die Städtebauförderung sind derzeit 410 Mio. Euro für das Jahr 2012 vorgesehenen, gefordert werden von der Bundesvereinigung Spitzenverbände der Immobilienwirtschaft (BSI) aber mindestens 535 Mio. Euro, notwendig seien eigentlich sogar 700 Mio. Euro. Diese Summe hatte die Bundesregierung selbst noch im Stadtentwicklungsbericht 2008 genannt.


Nach Aussage von Bundesbauminister Peter Ramsauer sollen alle bisherigen Maßnahmen weitergeführt werden. Derzeit gibt es Förderungen für den Bau oder Kauf einer selbst genutzten Immobilie, die energetische Sanierung von Wohnungen und Häusern, den altersgerechten Umbau der eigenen Wohnung, sowie zinsgünstige und langfristige Darlehen der staatlichen Förderbank KfW. Wer seine Immobilie energieeffizient modernisieren oder sanieren möchte, findet bei der KfW eine Vielzahl attraktiver Förderprogramme.


Die Städtebauförderung sei keine Subvention, sondern die finanzielle Beteiligung des Staates bei der Wahrnehmung öffentlicher Aufgaben - nämlich der Entwicklung der Städte, sagt Axel Gedaschko, Vorsitzender der BSI und Präsident des GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen. Sie habe immense investive Effekte und damit volkswirtschaftlichen Nutzen. Insofern sind alle Maßnahmen gleichzeitig auch ein Konjunktur-Belebungsprogramm, das dem Staat nicht nur in bezug auf die Mehrwertsteuer Einnahmen beschert, sondern sie stärken gleichzeitig die lokale Bauwirtschaft, sichern Arbeitsplätze, kurbeln die Binnennachfrage an und tragen zum Umwelt- und Klimaschutz bei.


Der Deutsche Mieterbund befürchtet allerdings, dass Gebäudesanierungen im Zuge der Energiewende zu Lasten der Mieter gehen. Schließlich haben die Mieter kein Mitspracherecht und finanzieren indirekt die Investitionen durch eine erhöhte Miete mit. Hausbesitzer geben für die energetische Sanierung eines Ein- oder Zweifamilienhauses im Schnitt rund 22.000 Euro aus, hat eine Analyse der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) in Nürnberg ergeben, die im Auftrag des LBS-Infodienstes „Bauen und Finanzieren" durchgeführt wurde.


„In der Praxis müssen zwei oft gegensätzliche Interessen vereinbar sein, nämlich die von Mieter und Vermieter. Einerseits muss Wohnraum weiterhin bezahlbar sein, andererseits soll sich die Investition des Vermieters rechnen", erklärt Thorsten Hausmann. Theoretisch profitieren natürlich alle von den positiven Auswirkungen auf das Klima. „Es kann jedoch nicht sein, dass dafür nur einige zahlen sollen. Daher ist es auch vertretbar, wenn nach dem Willen von Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) Hausbesitzer die Sanierung ihrer Gebäude in Zukunft jedenfalls steuerlich absetzen könnten", sagt Thorsten Hausmann.


Was sich alle Akteure jetzt am allermeisten wünschen ist Planungssicherheit durch Verlässlichkeit und Langfristigkeit. Hausmann Immobilien mit seinen Büros in Hamburg, Norderstedt, Wiesbaden, Mainz und Dresden bereiten sich schon heute auf die neuen Herausforderungen vor.